| BONNER RUDER- GESELLSCHAFT eV_ |
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Weltmeisterschaft auf dem Ruderergometer Wenn die Ruderer Barbara und Thorsten Jonischkeit für einen Marathonwettkampf ins Boot steigen, gehören sie stets zu den Favoriten. Und auch auf dem Ruderergometer sind sie das Maß der Dinge: Über die virtuelle Marathondistanz (42,2 km) halten sie seit 2005 die Weltbestzeiten in der Familie. Nun haben sie gezeigt, dass sie auch auf der Normaldistanz von 2.000 m nach wie vor zur internationalen Spitze gehören. Während der Rest des Rheinlands Karneval feiert, durften sich die beiden Ausdauersportler mit der Weltspitze im Indoor-Rudern messen.
Nach ihrem Titel bei den Europameisterschaften vor zwei Wochen in Essen-Kettwig in der Klasse W40 war Barbara Jonischkeit für die Weltmeisterschaft in Boston (Massachusetts) qualifiziert. Mit dem zweiten Rang in 7:10 Minuten hat sie dort am Valentinstag für einen Paukenschlag gesorgt. „Mit mir hat keiner gerechnet“, erläutert die 42-jährige Ausnahmeathletin. "In den letzten Jahren war ich nicht gerade präsent, sondern eher auf längeren Strecken unterwegs. Aber ich habe nebenher viel mit Thorsten mittrainiert und deshalb eine solide Grundlage.“ Dieser war seinerseits noch vor vier Monaten auf einer anderen Weltmeisterschaft gestartet: dem Ironman-Triathlon auf Hawaii. Und quasi das komplette Radtraining hat der Triathlet mit seiner Frau auf dem Tandem absolviert – zum Schrecken vieler Rennradler. Er selbst ist in Boston ebenfalls gestartet und hat mit Rang 6 in der Klasse M30 einen Achtungserfolgt erzielt. Aufgrund seiner Erfolge aus früheren Jahren wurde der 37-Jährige ins Deutsche Team aufgenommen und hat die Teamleitung nicht enttäuscht. Mit der Zeit von 6:15 Minuten fehlten 8 Sekunden zu einer Medaille; zu kurz war die Zeit für die Umstellung vom Ironman-Triathlon auf das Kurzstreckenrudern. Der Fokus des Unternehmensberaters lag daher auf der Betreuung seiner Ehefrau. "In den letzten Jahren hat Barbara mich bei meinen Wettkämpfen betreut und mir auch auf Hawaii den Rücken freigehalten", strahlt der rudernde Triathlet. "Ich bin froh, dass sie jetzt mal dran ist. Ich bin unglaublich stolz auf sie." Er hat ihre Trainingsplanung und -steuerung übernommen und nach einer mehrwöchigen Regenerationsphase nach der eigenen harten Triathlon-Saison 2009 mit ihr mittrainiert. Bei ihrem WM-Finalrennen konnte er mit taktischen und technischen Anweisungen helfen. Beim nächsten großen Wettkampf werden die beiden Ramersdorfer wieder in einem Boot sitzen. Bei der "Eurega" im Mai, Europas wichtigstem 100 km-Rudermarathon, übernehmen sie wieder die Favoritenrolle – wie bei ihren Siegen in den letzten beiden Jahren. Nachdem sie in der Vergangenheit für den WSV Honnef gestartet sind, tragen sie in diesem Jahr die Farben der Bonner RG. Hier gibt es momentan eine Trainingsmannschaft aus Nachwuchsathleten, in der sie ihre Erfahrungen einbringen können. Gereon `Ben` Schürmann |
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